1981 – das schlechte Gewissen

Nach und nach macht sich in mir, neben der unsäglichen Trauer um meinen Vater, die kein bisschen nachlässt, ein weiteres, sehr unangenehmes Gefühl breit. Ich brauche lange, bis ich es für mich einordnen kann.

Es ist bedrängend, es ist penetrant, es lässt mich unruhig schlafen, es gibt mir das Gefühl ein beschissener Mensch zu sein, es lässt mich nicht in Ruhe, ich muss mich ständig vor mir selbst rechtfertigen: Ja, es ist in Ordnung, dass Du Dich zurückziehst, ja, du kannst schon zu Eric gehen, ist ja nur für ein paar Stunden. Ja, du hast genug geputzt für heute. Es ist völlig in Ordnung, wenn du über dies oder jenes lachen musst. Du darfst ruhig auch mal ausgehen, du darfst dich herausputzen.

Und dennoch, ich fühle mich bei alldem unsäglich mies.

Es ist das beschissene schlechte Gewissen.

2 Gedanken zu “1981 – das schlechte Gewissen

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