one of the world´s best journalists: TOM WOLFE

„Amerika hat der Welt den Weg auf jedem Gebiet gewiesen – bis auf eins.
In intellektuellen und künstlerischen Dingen blieb es eine von Europa abhängige Kolonie. Die amerikanische Architektur stand immer noch im Bann der deutschen Bauhaus-Bewegung. Die amerikanische Malerei und Plastik hatte sich nie von dem hemmenden Einfluss verschiedener theoriegesättigter französischer Bewegungen, beginnend mit dem Kubismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gelöst………In der Musik waren die Neuerungen von….Gershwin…Copland…Duke Ellington von den abstrakten, mathematischen Formeln des österreichischen Komponisten Arnold Schönberg beiseite gefegt worden……

Aber vor allen Dingen gab es den kuriosen Fall der amerikanischen Philosophie, die nicht mehr existierte……. Daraus entwickelten die Dekonstruktivisten die Lehre,
dass die Sprache das heimtückigste Werkzeug von allen sei.

Pflicht des Philosophen sei es, die Sprache zu dekonstruieren, ihre verborgenen Handlungsstränge offen zu legen und zu helfen die Opfer des amerikanischen Establishments zu retten: die Frauen, die Armen, die Nicht-Weißen, die Homosexuellen und die Hartholzbäume.“

Aus TOM WOLFE „Hooking Up“ 2000

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